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Radschnellweg
Hanau - Aschaffenburg

Mit dem Rad zügig und sicher
von Hessen nach Bayern - und umgekehrt

Mit dem Rad von A nach B? Radschnellwege sorgen dafür, dass das einfacher, schneller und sicherer geht und auch noch Spaß macht. Bahnhöfe, Arbeitsplätze, Schulen, Ortszentren und weitere Ziele werden mit dem Rad besser erreichbar. So kann das Pendeln mit dem Fahrrad oder dem Pedelec über mittlere Distanzen bis 10 km oder mehr Autofahrten ersetzen – und damit einen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten und gleichzeitig noch das Straßennetz entlasten.

Wie ein Radschnellweg zwischen Hanau und Aschaffenburg konkret aussehen könnte, wurde über eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der beiden Städte und der dazwischenliegenden Kommunen untersucht, mit positivem Studienergebnis:

·       Eine Radschnellverbindung zwischen Hanau und Aschaffenburg ist grundsätzlich machbar.

·       Es liegt ein ausreichend großes Potenzial an Radfahrenden in diesem Korridor vor.

·       Die volkswirtschaftlichen Nutzen überwiegen gegenüber den Investitionskosten.

·       Es wurde eine Vorzugstrasse identifiziert.

Im Downloadbereich können Sie den Bericht herunterladen. Hier erhalten Sie außerdem wichtige Hintergrundinformationen und Antworten auf allgemeine Fragen.

Über das Projekt
Film

Projektschritte

Die Schritte auf dem Weg zu einem möglichen Radschnellweg

Die Erstellung der Machbarkeitsstudie ist in verschiedene Arbeitsschritte aufgegliedert. So nähert sich das Projekt Schritt für Schritt einer Route für einen möglichen Radschnellweg. Gleichzeitig können so auch unterschiedliche Anforderungen an die Routenwahl berücksichtigt werden. Das Projekt gliedert sich in folgende Phasen:

Projektstart

Die Städte Hanau und Aschaffenburg, der Main-Kinzig-Kreis und der Landkreis Aschaffenburg, das staatliche Bauamt Aschaffenburg sowie die Gemeinden Großkrotzenburg, Kahl am Main, Karlstein, Kleinostheim und Mainaschaff haben im Mai 2020 einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um im Rahmen einer Projektpartnerschaft gemeinsam eine umsetzbare Routenführung für einen Radschnellweg zwischen Hanau und Aschaffenburg zu entwickeln. Die aufgeführten Projektpartner finanzieren gemeinsam die Erstellung der Machbarkeitsstudie, deren Bearbeitung im Oktober 2021 begonnen wurde.

Auswahl einer "Grobtrasse"

Mit dem ersten Arbeitsschritt besteht das Ziel, eine sogenannte Grobtrasse bzw. einen Korridor auszuwählen, in der später im Detail nach einer Routenführung gesucht wird. Dabei prüft das Projektteam mehrere Optionen anhand zentraler Fragen: Sind Belange des Naturschutzes, der Landwirtschaft oder auch andere Verkehre und das Parken betroffen? Bietet die Strecke ein ausreichend hohes Potenzial für möglichst viele Radfahrten? Nach Abwägung unterschiedlichster Bewertungskriterien erfolgt die Festlegung einer Grobtrasse. Im Frühjahr 2022 empfahl das Gutachterteam der Machbarkeitsstudie, den folgenden Arbeitsschritt „Identifizierung und Auswahl einer Trasse“ auf den Bereich der beiden Grobtrassen „Straße“ und „Bahn“ auszuweiten. Hier können Sie sich den Zwischenbericht zur Grobtrassen-Bewertung herunterladen. 

Auswahl einer Trasse

Ist eine Grobtrasse ausgewählt, folgt anschließend die Suche nach der geeignetsten Routenführung innerhalb der Grobtrasse. Welche Wege und Straßen eignen sich besonders?  In diesem Arbeitsschritt wurden unterschiedliche Routenführungen miteinander verglichen. Im Sommer 2023 wurden letztendlich zwei alternative Routenführungen beschlossen, die in den weiteren Schritten der Machbarkeitsstudie geprüft und miteinander verglichen werden sollen.

Festlegung von Maßnahmen

Steht die Route fest, werden Maßnahmen für eine spätere Umsetzung entwickelt. Muss z.B. ein Weg verbreitert oder neu gebaut werden, eine Fahrradstraße eingerichtet oder gar eine Brücke oder eine Unterführung eingerichtet werden? Wer muss dafür kontaktiert und einbezogen werden?

Nutzen-Kosten Analyse

Die Realisierung eines Radschnellwegs verursacht hohe Investitionskosten, in Relation bisher gewohnter Infrastrukturausgaben für den Radverkehr. Bund und Länder fördern diese Anstrengungen, fordern jedoch, dass bei Zusage von Fördermitteln der zukünftige Nutzen gegenüber dem Kostenaufwand überwiegt. Dies muss über eine Nutzen-Kosten-Analyse nachgewiesen werden.

Projektende

Alle einzelnen Arbeitsschritte wurden von einer Projektgruppe und einem Lenkungskreis, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Projektpartner zusammensetzen, diskutiert und gemeinschaftlich beschlossen. Der Bericht dokumentiert die gesammelten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie.

Projektstand
Mitmachen
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Beteiligungsformate

Information und Partizipation – Die Grundpfeiler eines Radschnellwegs für alle

Ein Radschnellweg zwischen Hanau und Aschaffenburg ist ein Projekt von Menschen für Menschen. Deswegen war für die Städte und Gemeinden entlang der Strecke sowie für die beteiligten Kreise die Information und Beteiligung nicht nur der fachlichen und politischen Ebene, sondern auch der Akteure und der Bürgerinnen und Bürger zentral. Neben einer Live-Präsentation, Informationsfilmen und einer Online-Umfrage haben daher auch Workshops mit Stakeholdern stattgefunden.

Im Downloadbereich können Sie das Kommunikationskonzept, die Umfrage-Ergebnisse sowie den Bericht herunterladen.

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FAQs

FAQs

Image by Kelly Sikkema

Wer hat die Machbarkeitsstudie beauftragt?

Die Städte Hanau und Aschaffenburg, der Main-Kinzig-Kreis und der Landkreis Aschaffenburg, das staatliche Bauamt Aschaffenburg sowie die Gemeinden Großkrotzenburg, Kahl am Main, Karlstein, Kleinostheim und Mainaschaff haben im Mai 2020 einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um im Rahmen einer Projektpartnerschaft gemeinsam eine umsetzbare Routenführung für einen Radschnellweg zwischen Hanau und Aschaffenburg zu entwickeln.

Die aufgeführten Projektpartner finanzieren gemeinsam die Erstellung der Machbarkeitsstudie. Da der Regionalverband FrankfurtRheinMain mittlerweile umfangreiche Erfahrung bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien zu Radschnellwegen besitzt, steht er dem Projekt beratend zur Seite.

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Was ist der Unterschied zwischen Radschnellweg, Radschnellverbindung und Radvorrangroute?

Die Begriffe Radschnellweg und Radschnellverbindung (RSV) werden hier synonym verwendet. RSV und Radvorrangrouten (RVR) unterscheiden sich insbesondere durch ihre Breite. Auf einer RSV können zwei Radfahrende in einer Fahrtrichtung nebeneinander fahren und zwei Radfahrende im Gegenverkehr. Auf einer RVR können zwei Person in einer Fahrtrichtung nebeneinander radeln und ein:e Radfahrer:in im Gegenverkehr. Radvorrangrouten sollen möglichst dann zum Einsatz kommen, wenn das Radverkehrspotenzial nicht so hoch ist wie bei einem Radschnellweg / einer Radschnellverbindung, oder wenn die hohen Qualitätsanforderungen einer Radschnellverbindung nicht realisiert werden können.

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Wird die Öffentlichkeit an der Machbarkeitsstudie beteiligt?

Bürgerinnen und Bürger hatten im Projektablauf die Möglichkeit, ihre Meinung zu verschiedenen Routenverläufen   zu äußern. Anregungen, Ideen und Bedenken zum Projekt sind über verschiedene Beteiligungsformate in die Bearbeitung eingeflossen.

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Was ist das Ziel der Machbarkeitsstudie?

Mit der Machbarkeitsstudie soll eine mögliche Routenführung einer hochwertigen Radverkehrsverbindung zwischen dem Hauptbahnhof Hanau und dem Hauptbahnhof Aschaffenburg identifiziert werden.

 

Es soll geprüft werden, ob und wo die Umsetzung des hohen Ausbaustandards eines Radschnellwegs möglich ist, wie hoch das Radverkehrspotenzial entlang solch einer Route sein könnte, welche Konflikte mit anderen Nutzungen und Umweltbelangen auftreten könnten und welche Investitionskosten zu erwarten sind.

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Was sind die Vorteile von Radschnellwegen?

  • Sie schaffen eine effiziente Infrastruktur für die radelnde Bevölkerung
    Radschnellwege sollen auf den Strecken zum Einsatz kommen, auf denen ein hohes Radverkehrspotenzial besteht. Das Potenzial setzt sich vor allem aus Radfahrenden zusammen, die ihre alltäglichen  Wege zurücklegen – z.B. zur Arbeit oder zur Schule, aber auch in der Freizeit. Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen statt dem Auto das Rad nutzen.

  • Sie initiieren breitere Wege und praktische Überquerungen
    RSV und RVR besitzen einen höheren Ausbaustandard als „normale“ Radwege. Denn sie sind vor allem breiter als der Standard. So haben mehr Radfahrende Platz und können nebeneinander fahren. RSV und RVR erleichtern außerdem das Queren und Kreuzen von Straßen.

  • Radschnellwege verkürzen die Fahrzeit zwischen A und B
    Der Begriff Radschnellweg suggeriert, dass hier besonders schnell in hohem Tempo gefahren werden soll. Diese Aussage ist jedoch nicht korrekt. Entlang von Radschnellwegen soll die gesamte Fahrzeit von Quelle A zum Ziel B gegenüber einer „normalen“ Route verkürzt werden. Dies wird vor allem dann erreicht, wenn bei Querungen und Kreuzungen möglichst geringe Wartezeiten auftreten.

  • Sie machen Radeln sicherer
    Durch eine weitestgehend getrennte Führung gegenüber anderen Verkehrsarten sowie eine angestrebte Beleuchtung machen Radschnellwege das Radfahren besonders sicher.

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Was ist ein Radschnellweg?

Ein Radschnellweg ist die höchste Netzkategorie bei Radverkehrsnetzen. Auf ihr sollen möglichst viele Alltagsradlerinnen und -radler gebündelt werden und sie besitzt den höchsten Ausbaustandard, der ein sicheres und zügiges Fortbewegen garantieren soll. Ziel ist jedoch nicht das möglichst schnelle Radfahren, sondern möglichst schnell und komfortabel von A nach B zu kommen, weswegen insbesondere auch Wartezeiten bei Straßenquerungen und Kreuzungen minimiert werden sollten.

In der planerischen Fachsprache wird häufiger der Begriff Radschnellverbindung verwendet, diese beiden Begriffe werden oft synonym verwendet. In der Bevölkerung ist jedoch der Begriff Radschnellweg geläufiger, daher wurde entschieden, für das Projekt diesen Begriff im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen. In der späteren Dokumentation der Machbarkeitsstudie werden die Begriffe Radschnellverbindung (RSV) und gegebenenfalls auch Radvorrangroute (RVR) verwendet werden.

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Wann ist mit der Umsetzung des Radschnellwegs zu rechnen?

Zunächst galt es, die Machbarkeit einer Radschnellverbindung zwischen Hanau und Aschaffenburg nachzuweisen. Das vorliegende positive Ergebnis der Machbarkeitsstudie stellt die Entscheidungsgrundlage für die politischen Gremien aller beteiligten Projektpartner dar hinsichtlich der Fortführung und weiteren Konkretisierung der Planungen.​

Erst wenn diese Entscheidung aller Projektpartner vorliegt, können weitere formelle Planungsschritte eingeleitet werden. Danach müssen Detailplanungen erstellt werden, die finanziellen Rahmenbedingungen geklärt und Förderanträge gestellt werden. Außerdem müssen die Träger öffentlicher Belange (u.a. Natur- und Umweltschutz) formell beteiligt werden. Dies ist in der Gänze ein langwieriger Prozess, ein potenzieller Baubeginn ist also frühestens in drei bis fünf Jahren realistisch.

Downloads und Links

Hier finden Sie Dokumentationen zum Projekt

Bericht Kurzfassung

Zwischenbericht Potenzialanalyse

Zwischenbericht
Grobtrassen-Bewertung

Ergebnisse unserer
Online-Befragung

Kommunikationskonzept

Downloads

Die Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Hanau – Aschaffenburg wurde gefördert durch:

Kontakt
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